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2026 |
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Otto Lehmann * 1842 | geb. 09.11.1953 in Bad Neustadt a.d.Saale, Sohn von Josef Lehman aus Kernei, gest. am 16.06.2026 in Bad Neustadt a.d.Saale. |
| 21.06.2026 | H.Schmidt-> Schreiben über Laslo Hajdu an den Bishof von Sibotica | /......aufgrund
Ihrer Äußerungen muss ich für mich feststellen, dass wir
keine gemeinsame Basis der Betrachtung haben. Obwohl uns vieles vereint,
kommen wir in unserem Schriftverkehr nicht zu einer gemeinsamen Bewertung
der Situation. Ich glaube, dass dies auch schriftlich schwer zu leisten
ist.
Ich schätze sehr, dass Sie meine E-Mail so schnell und mit klaren Argumenten beantwortet haben. Dennoch bleiben viele Fragen offen! Seit dem Tod von Bischof Pénzes ist die Kommunikation zwischen dem Bischöflichen Ordinariat und der HOG Kernei aus Subotica schlichtweg unterbrochen. Von 2012 bis 2022 habe ich gebetsmühlenartig Pfarrer Arpád in persönlichen Gesprächen und schriftlichen Hinweisen auf den langsamen Verfall des Turmes aufmerksam gemacht - leider ohne eine Antwort zu erhalten. Auf diese Hinweise gehen Sie in Ihrer Stellungnahme nicht ein. All Ihre Argumente
deuten darauf hin, dass die Diözese keine Verantwortung für
den heutigen Zustand übernimmt. Für mich entsteht dabei das
Bild einer Flucht vor der Verantwortung. Stellen Sie sich folgendes vor:
Menschen rennen auf Bahngleisen, treffen immer an einer Weiche dieselbe
Entscheidung und nehemn immer die gleiche Abzweigung, hinter ihnen fährt
eine Dampflokomotive, und sie wundern sich darüber, dass sie diese
nicht abschütteln können. Dies zeigt sich auch in dem Nachfolgen
Diskurs. |
| 20,06,2026 | Laslo Hajdu an HOG-Kernei | /....
ich bedanke mich für Ihr Schreiben. Selbstverständlich verstehe
ich Ihre Empörung und Enttäuschung, die Sie angesichts der aktuellen
Situation empfinden, voll und ganz, und ich versichere Ihnen, dass ich Ihre
Worte keineswegs als persönlichen Angriff betrachte. Zu den von Ihnen
aufgeworfenen Punkten nehme ich wie folgt offiziell und faktenbasiert Stellung: 1. Die Rolle der lokalen serbischen Bevölkerung und Institutionen: In dieser Frage weicht meine Meinung in mehreren Punkten grundlegend von der Ihrigen ab. Wir dürfen nicht vergessen, dass es im Jahr 1944 eben diese waren, die die einheimische Bevölkerung vertrieben haben. Was den aktuellen Zustand betrifft: Hätten sie diese Gebäude tatsächlich benötigt, so hätten sie diese auch instand gehalten und sie im Zuge der Restitution nicht in einem völlig ruinösen Zustand zurückgegeben. Wie Sie genau wissen, hat mein Teletschkaer Vorgänger im Jahr 1993 - mit Genehmigung des Bischofs von Subotica - diese Gebäude der orthodoxen Kirche geschenkt. Wenn der orthodoxen Kirche diese Kirche wirklich wichtig gewesen wäre, hätte sie sie nicht zurückgegeben. Es entbehrt jeder Logik, eine neue orthodoxe Kirche zu bauen, anstatt dieses bestehende Gebäude zu renovieren. 2. Die Rechenschaftspflicht der Diözese Subotica: Ich empfinde es als bemerkenswert und widersprüchlich, dass Sie gerade die Diözese Subotica in dieser Angelegenheit zur Rechenschaft ziehen. Ausgerechnet in Deutschland verkaufen die dortigen Kirchen jedes Jahr Tausende von Kirchengebäuden, die anschließend nicht selten für völlig profane Zwecke genutzt werden. Ich frage Sie, warum man sich für jene Kirchen in Deutschland nicht mit derselben Vehemenz und demselben Nachdruck einsetzt? 3. Das Angebot der rechtlichen Übernahme: Ich möchte Sie und Herrn Mai? daran erinnern, dass ich Ihnen beiden bereits angeboten habe, das Kirchen- und Pfarrgebäude rechtlich zu übernehmen - schließlich existiert eine offizielle Organisation der Donauschwaben. Auf dieses konkrete Angebot habe ich von Ihrer Seite bis heute keine substanzielle Antwort erhalten. 4. Die Rolle der Schule: Nach meinem Kenntnisstand strebt die Schulleitung keineswegs das Eigentumsrecht an der Immobilie an, sondern möchte diese lediglich nutzen. Dabei bestünde von kirchlicher Seite durchaus die Bereitschaft, das Gebäude der Schule zu einem vergünstigten Preis weit unter dem Marktwert käuflich zu überlassen. Ich hoffe, dass diese Ausführungen verdeutlichen, dass die Verantwortung und die Möglichkeiten zur Lösung dieses Problems nicht ausschließlich auf unserer Seite liegen. ,,,,/ |
| 20.06.2026 | H.Schmidt-> Schreiben über Laslo Hajdu an den Bishof von Sibotica | /....aus
Ihrem Schreiben vom 12. Juni 2026 entnehme ich eine Stimmung großer
Verzweiflung und das Gefühl einer ausweglosen Situation. Ich möchte
vorwegnehmen, dass alles, was ich hier schreibe, nichts mit Ihrem persönlichen
oder priesterlichen Ansehen zu tun hat, sondern sich ausschließlich
mit der Sache beschäftigt. Beim
Lesen Ihres Briefes stellt sich mir die dringende Frage nach meiner eigenen
Verantwortung und Funktion: Ist dies das Ende unserer gemeinsamen Bemühungen
um den Erhalt donauschwäbischer Kirchenbaukunst und der menschlichen
Begegnung ehemaliger Gegner, die durch politische Fehlentscheidungen unschuldig
in den Abgrund eines Krieges gezogen wurden? Stehen wir nun an dem Punkt,
an dem die Versöhnung abgeschlossen ist und keine weitere Tätigkeit
mehr sinnvoll erscheint? Müssen
wir schweigend hinnehmen, dass mit dem Verlust der geschichtsträchtigen
Kirche und des Pfarrhauses - den zentralen Erinnerungsorten - diese wichtigen
Spuren der früheren donauschwäbischen Gesellschaft letztlich durch
die eigene Religionsadministration selbst ausgelöscht werden? Über
200 Jahre Glaubenslehre, Rituale, Ethik, Gemeinschaft und Tradition - all
dies droht verloren zu gehen. Gerade dieser Ort hat unter der erzwungenen
Vertreibung aller deutschstämmigen Donauschwaben besonders gelitten.
Nun scheint es, als würde auch die letzte Verbindung zu den Nachfahren
der früheren Dorfbewohner durch den Verkauf der Immobilien gekappt
werden. Ich bin
mir bewusst, wie herausfordernd die Lage der katholischen Kirche im orthodox
geprägten Serbien ist. Das Beispiel der schlecht instand gehaltenen
Straße von Kljajicevo nach Teletschka illustriert die Schwierigkeiten,
unter denen Priester hier ihre Aufgabe erfüllen müssen. Doch trotz
aller Widrigkeiten gibt es vor Ort engagierte Menschen wie Boris Masic,
die Schulleiterin Branka, den Hausmeister sowie zahlreiche Ehrenamtliche,
die sich uneigennützig um die Kirche, den Pfarrgarten und zerbrochene
Denkmäler kümmern. Selbst orthodoxe Christen bemühen sich
um den Erhalt dieser katholischen Einrichtungen. Wenn dies einen christlich
geprägten Menschen nicht anspricht, dann muss man tiefgründig
hinterfragen, welche Werte noch zählen. Leider
neigen Verwaltungsstrukturen, sowohl in Politik als auch in Religionsgemeinschaften,
dazu, sich von ihren eigentlichen Aufgaben und dem Sinn ihres Daseins zu
entfernen. Dies wird besonders deutlich in Kljajicevo, wo die Diözese
Subotica sich zunehmend aus der Verantwortung für die Menschen zurückzieht.
Umso bemerkenswerter ist es, wenn ehemalige Kommunisten heute Sozialdemokraten
mehr Verständnis und Empathie für das Schicksal der Donauschwaben
aufbringen als die kirchliche Verwaltung. Hier kann man nur sagen "Hut
ab und Mütze auf!" Die
einstige Spendenbereitschaft der Erlebnisgeneration wurde nicht in Anspruch
genommen, und es gab noch die Hoffnung auf ein gemeinsames Treffen aller
Heimatortsgemeinschaften zur Klärung der Renovierungsbedürfnisse,
das In Subotica so 2012 angezeigt, aber nicht einberufen wurde. Doch seit
Ablauf der Restitutionsfrist 2014 konnte mir das bischöfliche Ordinariat
nicht mitteilen ob die Kerneier Kirch- und Pfarrfelder fest situiert wurden.
Viele unbearbeitete Briefe an den Bischof, die politische Gemeinde, vergebliche
Förderanträge waren die Realität. Offensichtlich mangelt
es am Willen, die Kirche zu erhalten. Deshalb
meine letzte, eindringliche Bitte an Sie:
Ich bin mir bewusst, dass ein solcher Brief möglicherweise keine einfache Antwort findet. Trotzdem hoffe ich, dass er deutlich macht, dass es hier um weit mehr geht als um finanzielle Fragen - es geht um menschliche Bindung, Erinnerung und Teilhabe. Herr Pfarrer Hajdu Laslo, ich bitte Sie herzlich, diesen Brief auch dem Bischof vorzulegen. ...../ |
| 20.06.2026 |
Tag der Heimat 2026
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die diesjährige Auftaktveranstaltung zum Tag der Heimat des Bundes der Vertriebenen eröffnen wir in diesem Jahr mit dem traditionellen Festakt am Samstag, dem 5. September 2026, um 12:00 Uhr in Berlin.Bekenntnis und Verantwortung: Unser Kulturgut verbindet Europa. Zum Jahresleitwort hat das BdV-Präsidium "Bekenntnis und Verantwortung: Unser Kulturgut verbindet Europa" bestimmt. Mit Kulturgut ist das gemeint, was Generationen vor uns geschaffen, bewahrt und weitergegeben haben - Materielles, wie Dinge und Orte, ebenso wie Ideelles, also auch Sprache, Musik, Handwerk, Bräuche, Erinnerungen und Werte. Dieses Erbe stiftet Identität, es verbindet über Grenzen hinweg und macht Europa zu einem gemeinsamen Auftrag. Zugleich ist es kein bloßer Rückblick. Kulturgut bleibt nur lebendig, wenn es gepflegt, in die Gegenwart übersetzt und weiterentwickelt wird. Gerade deshalb richtet sich der Blick auch auf die junge Generation. Sie fragt zu Recht, was Herkunft, was Kultur und Identität heute bedeuten, wie Erinnerung Orientierung geben kann und welchen Beitrag unsere Geschichte zu einem friedlichen Europa leistet. Jahresprogramm: |
| 18.06.2026 | Csaba Pasko - Pfarrer, Dirigent, Fernsehkoch aus Kelebija Serboen |
Präsentiert als Dirigent ein Kantate von Georg / György / Ðuro Arnold (17811848) Subotica. Er war Komponist, Lehrer, Dirigent, Lexikograph und der Begründer der ersten Musikschule in Subotica. Arnold war eine der zentralen musikalischen Figuren der Batschka im 19. Jahrhundert und verband deutsche, kroatische und ungarische Traditionen in einer multikulturellen Region. Csaba Paskos Dirigat und sein Ensemble weisen eine fantastische Balance zwischen Struktur und Ausdruck. Besonders die dynamische Gestaltung der Sängerinnen und Sänger sowie der Solisten ist großartig. |
| 16.6.2026 | Stellungnahme H. Schmidt | /.....ich
kann sehr gut nachvollziehen, wie schwer Dir diese Entscheidung der Diözese
fällt. Es tut mir wirklich leid, dass trotz deines überaus bewundernswerten
Engagements im Moment nichts Handfestes in unseren Händen liegt und
wir wieder am Anfang stehen. Aber glaube mir: Noch ist nichts verloren. Die Möglichkeit, dass die Schule das Grundstück für ihre weitere Schulentwicklung erwerben könnte, darf nicht aus den Augen verloren werden. Es wäre ein großer Rückschlag, wenn das Objekt an einen anderen Spekulanten geht gerade bei dieser öffentlichen Lage würde das rückblickend sicherlich als großer Albtraum empfunden werden. Hier muss die Schule unbedingt zuschlagen, damit wir noch eine Perspektive behalten. Mich berührt auch der Gedanke an die Schließung der Kirche und die Umzäunung mit einem Bauzaun sehr. Für all jene Enkel und Urenkel der Kerneier, die sich noch aufmachen wollen, bedeutet das, dass Sie das Zentrum mit dem Geist ihrer Vorfahren nicht mehr betreten können. Das ist schmerzhaft und wir müssen uns fragen, wie wir dieser Entwicklung begegnen können, damit Kernei weiterhin lebendig bleibt und Menschen hierher kommen wollen. Lieber Boris, bleib stark und verliere nicht den Mut. Wir haben schon alles versucht, was möglich war, und hoffen nun auf ein Wunder auch wenn es fast unmöglich erscheint. Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam einen Weg finden werden. ..../ |
| 16.6.2026 | Stellungnahme Boris Masic | Boris
Masic schreibt : Er ist grundsätzlich optimistisch und glaubst an das
Gute im Menschen. Er entwickelt durch die Vorgange ein Wut gegen das Amt
des Priesters, nicht gegen den Menschen an sich. Kernaussagen aus seinem Kommentar: Er hat lange gehofft, dass die Schule das Pfarrhaus erwerben kann, aber diese Hoffnung ist jetzt verloren. Die Priester verkaufen alles, was sie können, ohne Rücksicht auf die Gemeinschaft. Was der Pfarrer schreibt, empfindest er als Demagogie Worte ohne Taten. Der Pfarrer unternimmt nichts Konkretes, um die Situation zu verbessern. |
| 15.06.2026 | Antwort auf mein Schreiben vom 12.6.2026 von Laslo Hajdu | ....
/ich bedanke mich für Ihr geschätztes Schreiben sowie für
die im Anhang übermittelten Unterlagen und Konzeptentwürfe. Ich
weiß das Engagement der HOG Kernei und die Bestrebungen, mit denen
Sie das Schicksal der Kerneier Kirche unterstützen, sehr zu schätzen.
Auf diesem Wege möchte ich Sie und Ihre Organisation wissen lassen,
dass die skizzierten Pläne meine volle Unterstützung finden -
auch wenn die administrative Abwicklung und die Prozesse vor Ort leider
langsamer voranschreiten als erhofft. Bedauerlicherweise muss ich Sie jedoch über die aktuellen kirchenpolitischen Realitäten informieren. In dieser Angelegenheit stehe ich von kirchlicher Seite leider völlig allein da; auf die Diözese Subotica kann ich in dieser Frage nicht zählen. Am vergangenen Dienstag war der Herr Diözesanbischof zu einer offiziellen Visitation bei mir. Im Zuge dessen habe ich die Angelegenheit erneut vorgetragen, jedoch seitens der Diözese auch dieses Mal keine substanzielle Entscheidung oder eine beruhigende Antwort erhalten. Trotz der Schwierigkeiten habe ich meinerseits die ersten Schritte eingeleitet: Vor einigen Wochen habe ich mit meinem Projektingenieur eine Ortsbegehung durchgeführt, das Gebäude eingehend begutachtet und die Möglichkeiten erörtert. Mein Partner-Unternehmer ist bereit, die für die Sanierung der Immobilie erforderliche vollständige technische Planungsdokumentation zu erstellen. Die Kernfrage für die Realisierbarkeit des Projekts bleibt jedoch die Finanzierung: Es muss geklärt werden, wer die Kosten für diese Dokumentation trägt, die im Übrigen auch eine zwingende Voraussetzung für die von Ihnen erwähnten Förderanträge darstellt. Es erfüllt mich mit Freude zu sehen, dass sich mit Herrn Boris Mai? ein äußerst konstruktiver und effizienter Dialog entwickelt hat. Die Hingabe, mit der er den Substanzerhalt und die Instandhaltung der Kirche betreibt, ist beispielhaft. Gleichzeitig muss ich jedoch - wie ich es bereits Herrn Mai? und auch Ihnen gegenüber früher kommuniziert habe - betonen, dass der aktuelle technische Zustand des Gebäudes ein ernsthaftes Sicherheitsrisiko darstellt. Aus diesem Grund kann ich derzeit ausschließlich dem Zutritt kleinerer Gruppen oder einzelner Besucher zustimmen. Als Sofortmaßnahme im laufenden Jahr wird um die Kirche ein Schutzzaun errichtet, um zu verhindern, dass herabfallender Putz Sachschäden oder Personenschäden verursacht. Abschließend informiere ich Sie über das Schicksal des alten Pfarrhauses. Die offiziellen Abstimmungen mit der Diözese sind abgeschlossen, und es wurde die Entscheidung getroffen, dass die Immobilie verkauft wird. Die Ausschreibung im Rahmen eines öffentlichen Bieterverfahrens (Lizitation) ist im Laufe des Herbstes zu erwarten. Ich danke Ihnen für Ihre bisherige Arbeit im Interesse dieser Sache. Ich bin zuversichtlich, dass es uns trotz der Rahmenbedingungen gelingen wird, eine gemeinsame Basis für das weitere Vorgehen zu finden. /...... |
| 14.06.2026 | Helmut
Schmidt Dachbodenfund![]() |
Das,
was der Pope wegwerfen wollte - eine lange Geschichte
Im Jahr 2012 ließ der Pope Svestenik Bosko das Pfarrhaus renovieren und gleichzeitig den Dachboden reinigen und neu streichen. Dabei stießen sie auf zahlreiche Kerneier Bücher und andere Unterlagen, darunter auch die originalen Kirchenpläne und die Pläne vom Pfarrhaus. Leider wurden viele dieser wichtigen Dokumente vom Maler achtlos entsorgt. Glücklicherweise bemerkte ein Maler aus Kljaji?evo den Wert dieser Unterlagen. Er brachte sie vor etwa zehn Jahren zum damaligen letzten lebenden Kerneier, Hans Geißinger, und fragte, ob diese Dokumente von Bedeutung seien. Hans Geißinger nahm die Pläne entgegen. Ich selbst war 2012 bei Hans Geißinger und konnte mir die Pläne ansehen. Welch ein Schatz das war, dachte ich mir sofort und nahm sie zum damaligen Vorsitzenden der HOG Kernei, Johann Schmidt, nach Rüthen mit. Auch er war erstaunt über den Fund. Zur Sicherheit fotografierte ich die Pläne vorher. Nach dem Tod von Johann Schmidt Juni 2016, gingen die Originalpläne leider verloren. Doch die Fotos konnten gerettet werden und sind nun von großem Wert: Sie können Boris Masic bei der aktuellen Restaurierung der Kirche und des Pfarrhauses unterstützen und dazu beitragen, die Kirche und das Pfarrhaus in ihrem ursprünglichen Glanz zu erhalten. So wurde aus einer beinahe verlorenen Geschichte ein wertvoller Beitrag zur Bewahrung unseres Kulturerbes. |
| 12.06.2026 | H.Schmidt an Pfarrer Hajdu Laslo | ich möchte Ihnen im Namen der HOG Kernei meinen herzlichen Dank aussprechen für die großartige Unterstützung, die Sie Herrn Boris Masic entgegenbringen. Sein Engagement, die Kirche sowohl innen als auch außen zu säubern und zu erhalten, ist aus unserer Sicht sehr lobenswert. Es ist längst überfällig, dass sich jemand dieser Aufgabe annimmt, und wir wissen es sehr zu schätzen, dass Sie ihm dabei den notwendigen Freiraum geben.In unseren Reihen hier in Deutschland - aber auch überall sonst - verfolgen wir aufmerksam, wie sich die Heimat unserer Vorfahren entwickelt. Unser Wunsch ist es sehr, dass das Projekt von Herrn Masic nicht nur erfolgreich abgeschlossen wird, sondern dass es auch eine Vorlage dafür bietet, die katholische Kirche als Museumskirche zu nutzen. Dies wäre nicht nur ein Zeichen von Agilität und Lebendigkeit für die Kirche in Serbien, sondern auch ein wertvolles Denkmal für all jene Menschen, die einst der Kirche nahestanden und unschuldig für die Wirren der Weltpolitik leiden mussten oder vertrieben wurden. Ein solches Haus könnte als Begegnungsstätte, Tagungsort, für Chorkonzerte und vieles mehr dienen - und so dazu beitragen, dass die katholische Kirche wieder sichtbarer und lebendiger wird. In unseren Diskussionen ist immer die Frage nach eine Konzeption. Ich darf Ihnen so eine Konzeptionsentwurf vorlegen (Anlage 1), das hierzu eine gute Grundlage bietet. Zusätzlich habe ich Ihnen das Förderprogramm für ungarische Dörfer (Anlage 2) zugeschickt, in dem auch die Kerneier Kirche als ein förderungswürdig Objekt beantragt werden sollte. All diese Unterlagen stelle ich Ihnen gerne zur Verfügung, trotz Ihrer sicher engen Zeitplanung, um gemeinsam eine sinnvolle Konzeption und eine dauerhaft gesicherte Nutzung der Kirche zu erarbeiten. Ich bin davon überzeugt, dass dies am besten in einem gemeinsamen Vertrag zwischen dem Bischöflichen Ordinariat, Ihnen, Herrn Masic und unserer Organisation gelingen kann. Wenn es möglich ist, das bis September oder zu einem anderen passenden Zeitpunkt zu realisieren, würde ich sehr gerne persönlich zur Unterzeichnung des Konzepts und der Vereinbarung nach Serbien kommen. Dann könnten wir uns auch endlich persönlich kennenlernen. Sollte sich das Projekt Museumskirche positiv entwickeln, plane ich eine einwöchige Busreise mit Nachfahren der ehemaligen Einwohnerinnen und Einwohner von Kernei nach Kljajicevo. Besonders gespannt bin ich darauf, in Teletschka auf dem Friedhof die kleine Glocke zu hören, die noch heute in der Kirche von Kljajicevo auf den Abtransport wartet. |
| 11.06.2026 | ![]() |
Der BdV läd zum Samstag, den 5. September 2026, 12:00 bis 14:00 Uhr in der Französischen Friedrichstadtkirche, Gendarmenmarkt 5,10117 Berlin ein. Unser Leitwort lautet "Bekenntnis und Verantwortung: Unser Kulturgut verbindet Europa". Wenn wir von Kulturgut sprechen, meinen wir das, was Generationen vor uns geschaffen bewahrt und weitergegeben haben - Materielles, wie Dinge und Orte, ebenso wie Ideelle also auch Sprache, Musik, Handwerk, Bräuche, Erinnerungen und Werte. Dieses Erbe stiftt Identität, es verbindet über Grenzen hinweg und macht Europa zu emem gemeinsamen Auftrag: Zugleich ist es kein bloßer Rückblick. Kulturgut bleibt nur lebendig, wenn es gepflegt, in die Gegenwart übersetzt und weiter-entwickelt wird. Programmverlauf:
Anmeldeformulare gibt es bei mir -> Adlatus@hog-kernei.de |
| 10.06.2026 | H. Schmidt |
Liebe Mitglieder des
ehemaligen Heimatausschusses vom 5.6.2022, wie Ihr bereits aus den Informationen
der Kerneier Heimatzeitung Schlagzeilen entnehmen konntet,
hat sich für die Zukunft der Kerneier Kirche ein kleines Hoffnungsfenster
geöffnet. Wir haben nach dem Hans Reb nun einen neuen Kirchenvater.
Es ist Boris Masic aus Apatin! Alles begann im November 2025, als die
letzte Glocke der Kerneier Kirche vom neuen Pfarrer aus Teletschka verkauft
wurde. Den kompletten Sachverhalt können Sie im Jahrgang 25 der Kerneier
Heimatzeitung/Schlagzeilen nachlesen. Durch die unterstützenden Worte
der HOG Kernei für das Vorhaben von Boris Masic hat sich endlich
Bewegung in die stagnierende Entwicklung ergeben. Gleichzeitig verfolgt
der junge Pfarrer die Maßgabe, das kirchliche Anwesen mit Pfarrhaus
und dem dahinterliegenden Bauernhof zu verkaufen. |
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Andreas Schneider *1503 | geb. 18.06.1935 in Kernei, Zwerchereihe 52, gest. 17.04.2026, Chicago/USA |
| Emmerich Burger * 1633 | geb. 10.02.1942 in Kernei - Talstraße 17, gest. 05.05.2026, Weiler zum Stein | |
| Franz Beck * 421 | geb. 19.04.1937 in Kernei - Böhmenreihe 62, gest. 14.02.2026, Lampertheim | |
| Franz Stadler * 1548 | geb. 30.07.1938 in Kernei - Abt-Gässl 6, gest. 5.05.2026, Chicago/ USA | |
| Paul Tscherwenka * 1788 | geb. 12.11.1934 in Kernei - Neuegasse 29 (Jammertal) gest. 12.03.2026, Chicago/USA | |
| 29.005.2026 | H.Schmidt, HOG-Kernei | Guten Morgen Herr Sarac, vielen Dank für Ihre ausführlichen Erläuterungen zur Situation der serbisch-orthodoxen Kirche und der Gemeinde in Kljajicevo. Tatsächlich sind die Menschen, die einst aus Kroatien oder anderen Teilen des damaligen Jugoslawiens nach Kernei umsiedelten, Opfer eines Systems gewesen, das ihnen wenig Wahl ließ. Sie mussten ihre Heimat verlassen und sich in einer fremden Umgebung zurechtfinden. Viele der heutigen Bewohner sind freundliche und liebenswerte Menschen, die täglich ihr Bestes geben, um mit den Herausforderungen ihres Lebens klarzukommen.Im Jahr 2015 wurde die serbisch-orthodoxe Kirchengemeinde gefragt, ob in das alte Kirchengebäude investiert werden soll. Die Bevölkerung schätzte die Kirche sehr und sprach sich für deren Erhalt und Renovierung aus. Dennoch drängte die Kirche selbst darauf, ein neues Gebäude im traditionellen Stil der serbisch-orthodoxen Glaubensgemeinschaft zu errichten. Daraufhin wurden die Kosten eines Neubaus mit denen einer Restaurierung gegenübergestellt. Der Gemeinderat empfahl schließlich den Bau einer neuen Kathedrale an der Kreuzung Kirchenstraße/Somborer Straße. Es ist jedoch bedauerlich, dass mit dem alten Kirchengebäude nicht immer sorgsam umgegangen wurde: Innere Bemalungen wurden beschädigt, Gegenstände gingen verloren und die Sauberkeit ließ zu wünschen übrig. Als noch unklar war, ob wirklich ein Neubau erfolgen sollte, wurden lediglich kosmetische Reparaturen am Dach vorgenommen. Eigentümer der Kirche ist inzwischen der Bischof in Subotica. Die Verwaltung übernimmt Pfarrer Hajdu Laslo aus Teletschka, die Instandhaltung leitet Herr Boris Masic. Im Gemeinderat sind Herr Milos Djikandic, zuständig für die ehemaligen Einwohner, sowie Herr Rade Chujic politisch aktiv und einflussreich. Besonders Herr Chujic genießt großen Respekt in der Gemeinde und kennt das Stimmungsbild der Menschen in Kljajicevo sehr genau. Bezüglich des Uhrwerks der Kirche, welches von der Firma Ramensee aus räfenberg/ Oberfranken stammt, hat mich der Fotograf Desimir Radanovic informiert, dass er eine Reparatur gerne durchführen würde. Leider stieß dieses Vorhaben damals auf Widerstand seitens der HOG-Leitung, da auf eine Spende der Herstellerfirma gehofft wurde leider vergeblich. Die katholische Kirche in der Region steht aufgrund der abnehmenden Zahl der Gläubigen eher politisch schwach dar und wird von der Mehrheit wohl nur geduldet. Auffallend sind zum Beispiel viele ungarisch orientierte katholische Gläubige entlang der Straße von Kljajicevo nach Teletschka. Ich teile Ihre Meinung, dass das Umgehen des Pfarrers nicht ideal ist, denn letztlich hängt die Entscheidung über einen eventuellen Verkauf der Kirche oder des Pfarrhauses von ihm ab. Noch einmal vielen Dank für Ihre offene und ausführliche Darstellung sowie Ihre Unterstützung des Projekts Kirchenrettung. Gerne stehe ich Ihnen bei weiteren Fragen oder Anliegen zur Verfügung. |
| 28.05.2026 | H. Schmidt, HOG-Kenrei | zunächst möchte ich mich sehr herzlich für Ihr Interesse an der Kirche in Kernei bedanken. Es gibt über 20 Schreiben an das bischöfliche Ordinariat in Subotica, verteilt über mehr als zehn Jahre, und dennoch stehe ich mit leeren Händen da. Die Geschichte des Verlusts und Verfalls dieser Kirche habe ich zusammengestellt und Sie finden sie unter folgendem Link: Warum ist nur die Kirche in Kernei/Kljajicevo in so einem desolaten Zustand? Auch zahlreiche Schreiben an den serbischen Präsidenten, mindestens drei Bürgermeister von Sombor sowie serbische Abgeordnete im Europarat haben bisher keine nachhaltige Hilfe erbracht. Bis zum Jahr 2022 konnte ich zwar von den Kerneiern aus aller Welt etwa 7500-€ sammeln, um die Kirche zu retten - doch weder der Bürgermeister von Sombor noch der Gemeinderat in Kljajicevo zeigten Interesse an einer Unterstützung. Alle Donauschwaben sind inzwischen aus Kljajicevo vertrieben und weggezogen, und wenn man sich die kirchlichen Objekte vor Ort ansieht, steht heute nur noch die Kirche selbst. Es stellt sich daher die berechtigte Frage, wer die Kirche überhaupt noch retten will? Der Pfarrer aus Teletschka ist überaus ausgelastet, jung und versorgt bereits drei bis vier Gemeinden. Die Heimatortsgemein-schaft (HOG) Kernei, die ich vertrete, besteht fast nur noch aus der Erlebnisgeneration, viele sind bereits verstorben oder zwischen 85 und 90 Jahre alt und in der ganzen Welt verstreut. Ein Hoffnungs-schimmer ist Boris Masic aus Apatin. Er hat seit drei Wochen die Erlaubnis vom Pfarrer aus Teletschka erhalten, sich um die Kirche zu kümmern. Nach den ersten Säuberungsaktionen können wir etwas hoffnungsvoller sein, insbesondere, da der Pfarrer zuvor sogar daran dachte, die Kirche samt Pfarrhaus zu verkaufen. Wir unterstützen Herrn Masic und warten nun auf Vorschläge von ihm, wie man vor allem den Kirchturm, aus dem kürzlich auch die letzte Glocke entfernt wurde, stützen beziehungsweise retten kann. Die Kirche und das Pfarrhaus könnten ein bedeutendes Zeugnis der donauschwäbischen Geschichte bleiben, wenn es Herrn Masic mit Unterstützung - auch aus Ungarn durch Fördergelder - gelingt, die Renovierung voranzutreiben. Die gesamte Kirchenausstattung wurde vorsorglich an Orte gebracht, die der Heimatorts-gemeinschaft Kernei bekannt sind. Es war notwendig, sie zu entnehmen (beispielsweise die Orgel), um dieses wertvolle Kulturgut zu bewahren und zu verhindern, dass es wie auf den Gräbern geschehen, ausgegraben und anderweitig verkauft wird. Wenn Sie sich weiterhin für unsere Arbeit interessieren, bleiben Sie gerne mit uns in Kontakt unter: www.hog-kernei.de |
| 28.05.2026 | Nikola Sarac Angebot aus Kernei zur Kirchenrettung | Hallo, Mein Name Nikola bin in Neusatz an der Donau geboren im 1977, Meine Eltern haben mich verlassen, als ich ein Kind war bzw. als ich 2 Wochen alt war. Dann in Kernei bei Großeltern groß geworden, später umsiedelt nach Mannheim (BW) und Kalifornien (USA).Mir liegt Dorfkirche am Herzen und ich habe Kontakt mit Bischoff von Mannheim und Mannheim Stadt hat das Kleingeld.Ich sage auch, mir blutet das Herz dass Orgel entfernt sind von Kerneikirche und nach Kelebia gebracht...Haben Sie interesse unsere Dorfkirche wieder zu bauen, wenn Bischoff reine Arbeitskosten bezahlen kann?Habe auch gefunden nen Meister aus der Dorf der Plan gerade hat und hat das Arbeit vor 10 Jahren gestartet hat Uhr am Kirchenturm instand zu setzen.Viel Politik damals ihm war verboten das Uhr wieder zu bauen aber Heutzutage anders ist als ich habe Kontakt in Politik so weit, bis Staatsniveau. Nette Grüße und nen schönen Tag noch, Dipl-Ing. EE Nikola Sarac von Kernei. |
| 22.05.2026 |
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Lieber Kerneierinnen
und Kerneier und Freunde, Seit 2022 gibt es
kein organisiertes Kerneier Pfingsttreffen mehr. Herr Noller und ich hoffen,
das die Tradition nicht vergessen wird. Es liegt nun in den Händen
der nachfolgenden Generationen, ob sie einen Tagesausflug zu unserem Heimatdenkmal
unternehmen möchten. Wenn Sie das Denkmal besuchen wollen, finden
Sie es auf dem Friedhof in Bruchhausen-Ettlingen. Nach dem Besuch des
Kerneier Heimatdenkmals können Sie sich in der Waldklause in Ettlingen-Bruchhausen
treffen. Vielleicht treffen Sie dort auch eine Kerneierin oder einen Kerneier
das erhöht natürlich die Spannung.Bitte melden Sie die
Anzahl der teilnehmenden Personen vorher an. (Egerlandweg 1, 76275 Ettlingen-Bruchhausen,
Tel.: 072 43 91015). Das Gedenken
an die verstorbenen Mitglieder unserer Gemeinschaft ist ein zentraler
Bestandteil unserer Erinnerungskultur. Die Heimatortsgemeinschaft (HOG)
Kernei hat diesem Anliegen mit der Errichtung einer Denkmalplastik von
J. Elter ein würdiges Zeichen gesetzt. Dieses Mahnmal steht stellvertretend
für alle Opfer, die aus Kernei stammen und deren Leben durch Krieg,
Vertreibung oder andere tragische Umstände ein Ende fanden.Die Plastik
von J. Elter symbolisiert nicht nur den Verlust, sondern auch die Hoffnung
und den Zusammenhalt der Überlebenden und ihrer Nachkommen. Sie erinnert
uns daran, wie wichtig es ist, die Geschichte lebendig zu halten und die
Geschichten der Verstorbenen weiterzutragen. Durch das Gedenken ehren
wir ihre Erinnerung und fördern ein Bewusstsein für Frieden,
Toleranz und Menschlichkeit. Helmut Schmidt
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| 25.4.2025 |
Bildergalerie der HOG-Kernei
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Die Begleittexte für die einzelnen Ordner und Themen in der Bildergalerie werden derzeit überarbeitet, um sie noch informativer und ansprechender zu gestalten. Dabei fließen aktuelle Inhalte und neue Perspektiven ein, die den jeweiligen Bildersammlungen mehr Kontext und Tiefe verleihen. Zusätzlich werden die Ordner mit neuen Bildern ergänzt, die mithilfe modernster KI-Technologien erstellt wurden. Diese innovativ generierten Bilder bereichern die Galerie nicht nur visuell, sondern bieten auch eine spannende Verbindung zwischen traditioneller Fotografie und digitaler Kreativität. So entsteht eine abwechslungsreiche und zeitgemäße Präsentation, die Besucher/innen einen frischen und inspirierenden Einblick in die vielfältigen Themenwelten aus der Kerneier Zeit ermöglicht. Sie haben nach keinen persönlichen Zugang zur Bildergalerie? Hier ist der Link zum Antrag! |
| 24.04.2026 | Bosis Masic Kirchenzustand | Video |
| 14.4.2026 | Die
Kerneier Kirche erstrahlt zunächst innen bald wieder im neuen Glanz!
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Bosis Masic berichtet: Heute war ich mit einem Freund in der Kirche, und wir haben bereits den Hauptaltar eingerichtet. Nächste Woche kümmern wir uns um Ordnung, kehren gründlich aus und beseitigen die letzten Nutzungsspuren der serbisch-orthodoxen. Aus Apatin bringe ich schöne Altartücher mit. "Es ist wirklich eine sehr schöne Kirche! Dank des engagierten Einsatzes der Helfer wird die Kerneier Kirche bald wieder in ihrem alten Glanz erstrahlen und als Ort der Begegnung für die Besucher donauschwäbischer Kirchenarchtektur sein. Wir freuen uns auf die kommenden Fortschritte und laden alle Interessierten ein, diesen besonderen Prozess mitzubegleiten und zu erleben, wie jetzt die unbenutze Kirchen zu einer Museumskirche wird.
<-Zustand 23.4.2026 |
| 09.04.2026 |
H. Schmidt ->
Wir schreiben das 81 Jahre nach der Flucht, Internierung und Vertreibung
aus Kernei! Auf der Ostseite schauen fünf Gesichter als Gefangene aus jener Zeit der Hoffnungslosigkeit, die so viele Opfer forderte; aber ihre Gesichter blicken auch hoffnungsvoll in die Zukunft. Sie stehen oder kauern stellvertretend für die mehr als 1300 menschlichen Opfer, die die Gemeinde Kernei zu beklagen hat.
Bild: Denkmal in Kruschiwl (Serbien) |
Es ist kaum zu fassen,
wie schnell die Zeit vergeht. 81 Jahre sind vergangen seit jener dunklen
Periode, als viele Familien aus Kernei gewaltsam internierte und vertrieben
wurden. Noch immer hallen die Erinnerungen an Angst, Verlust und Ungewissheit
in den Herzen der noch lebenden Betroffenen und ihrer Nachkommen nach.
Die Internierung bedeutete für die Menschen aus Kernei nicht nur
den physischen Bruch mit ihrer Heimat, sondern auch einen tiefen Einschnitt
in ihr Leben und ihre Identität. Häuser wurden verlassen, Hab
und Gut zurückgelassen, und der Alltag wurde von Unsicherheit und
Trauma geprägt. Heute,
81 Jahre später, blicken wir zurück mit Respekt und Anteilnahme
für jene, die diese schweren Zeiten durchlebten. Ihre Geschichten
sind Zeugnisse von Mut, Durchhaltevermögen und der Sehnsucht nach
Frieden und Gerechtigkeit. Sie erinnern uns daran, wie wichtig es ist,
solche Ereignisse niemals zu vergessen damit sich Geschichte nicht
wiederholt. Leider sehen wir in anderen Regionen dieser Erde, dass sich
dies heute noch täglich wiederholt! Unser
Denkmal in Bruchhausen Ettlingen mahnt uns in Symbolen was die Kerneier/innen
Erlebnisgeneration hat zurücklassen müssen. Gleichzeitig mahnt
es uns Kerneier/innen, an diese Erinnerung das Erlebte, die Werte von
Menschlichkeit und Toleranz hochzuhalten Möge das Gedenken an die
Vergangenheit uns Kraft geben für eine bessere Zukunft. Aus diesem
Grund ist es empfehlenswert unser Denkmal zu besuchen um Mut und Kraft
auf zu tanken. |
| 09.04.2026 | H.Schmidt-> Zukünftige Nutzung der Kirche und des ehemaligen Pfarrhauses in KerneiKljajicevo |
Der Pfarrer László Hajdú hat nun Boris Masic den Schlüssel für die Kirche in Kernei übergeben. Wer zukünftig die Kirche besuchen möchte, muss langfristig einen Termin mit Boris Masic vereinbaren, damit er den Kircheninnenraum besichtigen kann. Herr Masic ist über seine Mobilnummer (00381 63 114 0900), WhatsApp oder per E-Mail (boris.masic123@gmail.com) erreichbar. Es wird darum gebeten, den Termin mindestens eine Woche vor Reiseantritt zu vereinbaren. Mit der Schlüsselübergabe übergibt der Pfarrer die weitere Versorgung der Kirche an Boris Masic. Ein vertragliches Abkommen mit dem Bischöflichen Ordinariat Subotica steht allerdings noch aus. Offen ist derzeit auch die Zukunft des Pfarrhauses. Hinsichtlich der Schule hat Boris Masic erklärt, dass das Interesse an einer weiteren Nutzung durch das lange Hin und Her verloren gegangen sei. Die Schulleitung plane inzwischen eigenständig neue Unterrichtsräume, sodass davon auszugehen ist, dass das Schulhaus samt dem dazugehörigen Wirtschaftsteil dem ehemaligen Bauernhof verkauft werden wird. Diese Entwicklungen zeigen, dass sich in Kernei die Verwaltung und Nutzung von Kirche und Schule verändern. Während die Kirche unter der Verantwortung von Boris Masic angedacht ist, ist die bauliche Existenz des Pfarrhaus durch einen möglichen Verkauf offen. Wie sich die Situation weiterentwickelt, bleibt abzuwarten. |
| 02.04.2026 |
Aus der Erinnerung an die Kerneier Zeit "Brauchtum am Gründonnerstag bis zum Ostersonntag Kurzdarstellung"
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Am Gründonnerstag
nach dem Frühgottesdienst flogen die Glocken nach Rom,
so erzählte man den Kindern. Beim letzten Läuten sollten die
Kinder Bäume schütteln oder sich das Gesicht waschen, um Sommersprossen
zu verlieren. Zudem war es üblich, etwas Grünes zu essen. Seitdem
verstummten die Glocken und wurden durch eine große Ratsche im Kirchturm
und viele kleine Ratschen ersetzt. Regelmäßig wurden in den
Gassen Rätscher meist Ministranten eingesetzt,
die zur bestimmten Zeiten mit singender Stimme Gebote und Hinweise ausriefen.
Zur Mittagszeit am Gründonnerstag begann das Ratschen, begleitet
von den Rätsehern, die lautstark riefen: Das rätscht,
das rätscht zwölf Uhr! Abends und früh morgens setzten
sie mit geistlichen Aufforderungen zum Gebet ein, etwa mit Kniet
nieder und betet fünf Vaterunser! oder Ave Maria!.
Vor Beginn der Gottesdienste wurde mehrmals zum Kirchgang aufgerufen,
was alle 200 bis 300 Meter geschah.
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| 23.3.2026 |
Buchempfehlung: Die
Michl Ein Leben in der Batschka Herausgeber: Verein
Donauschwäbisches Kulturzentrum Salzburg, |
Die Michl ist ein berührendes und authentisches Zeitzeugnis, das das Leben eines donauschwäbischen Tagelöhners aus der Batschka erzählt. Verfasst von Johann März, entführt uns das Buch in das Dorf Sentiwan, etwa Luftlinie 30 Kilometer von Kernei entfernt, wo die Geschichte ihren Ausgang nimmt. Im Mittelpunkt steht Michl, dessen Lebensweg stellvertretend für viele junge Männer jener Zeit steht. Die Erzählung schildert nicht nur seinen harten Alltag und die Herausforderungen als Tagelöhner, sondern webt auch die politischen Geschehnisse ein, die das Leben in der Batschka maßgeblich beeinflussten. So bekommt der Leser einen tiefen Einblick in die historischen Umbrüche und deren Auswirkungen auf die einfache Bevölkerung. Johann März gelingt es eindrucksvoll, persönliche Schicksale mit der großen Geschichte zu verbinden und dabei eine Atmosphäre zu schaffen, die sowohl lebendig als auch nachdenklich stimmt. Für alle, die Interesse an der Geschichte der Donauschwaben, dem bäuerlichen Leben und den gesellschaftlichen Veränderungen im 20. Jahrhundert haben, ist Die Michl eine absolute Leseempfehlung. Ein Buch, das Geschichte greifbar und menschlich macht. "Gehscht in dr Welt wu immer hin Gehscht dart, wu bal ke Leit mer sin, findscht noch e paar, e Stuckr drei, Ich wett, e Schwob is aa dabei." |
| 21.03.2026 | Anfrage H.Schmidt -> Germeirat Kljajicevo, Milos Dikandic -> Boris Masic |
Gerade habe ich mit dem Gemeinderat Milos Dikandicaus Kljajicevo über das offene Grab auf dem Friedhof und Pfarrhaus und Kirche gechattet.
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Sterbefall - Josef Elter Famliennummer: 703 | Josef Elter geb. am: 27-05-01960 Bruchhausen, gest: Baden-Baden am 23.02.2026 ->aus Kernei, Vater war Elter Philipp, Großvater aus Kernei war Elter Josef, Mittelgasse 54 |
| Sterbefall - Elisabeth Scherich Famliennummer: 1505 | Elisabeth Scherich, geb.Schneider am: 11. 12. 1932 Kernei, Zwerchenreiche 51, gest.: Waibstadt am 01.11.2025 | |
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16..03.2026 |
Auszeichnung
für die liebe Familie Rottinger: Idee des Jahres 2026! Gestalterisch
sehr ansprechdes Reisegeschenk nach Kernei an den Vater.
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| 9.03.2026 |
Boris Masic Meldung: Unsicherheit bezüglich der kleinen Glocke aus der Kirche in Kernei!
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Heute wurde die Tür unserer Kirche durch den starken Wind aufgedrückt, und ich habe bemerkt, dass die kleine Glocke dort zurückgeblieben ist. Die Situation bereitet mir Sorgen, da ich fürchte, dass sie jemand entwenden könnte. In Anbetracht dessen habe ich überlegt, die Glocke ins Museum nach Apatin zu bringen, um sie dort sicher aufzubewahren. Ich denke nicht daran, vorher um Erlaubnis zu fragen; mein Hauptanliegen ist es, das wertvolle Stück zu schützen. H. Sch. Ergänzend möchte ich darauf hinweisen, dass Pfarrer Szabolcs Tomaskovity, nach der Entnahme der großen Glocke, folgende Information getätigt hat: ... während wir die kleinste Glocke dem Pfarrer László Hajdú übergeben haben, der sie auf dem Friedhof von Telecka aufstellen möchte..... Ich bin mir nun nicht sicher, ob die kleine Glocke nun Teil des Handels war oder deren Übergabe schlichtweg vergessen wurde? |
| 03.03.2026 | ![]() |
Bettina
Schröck->Einladung zur Eröffnungsfeier der Sonderausstellung
Ungehört die Geschichte der Frauen am 12.
März 2026, 17 Uhr im Haus der Donauschwaben, 71065 Sindelfingen,
Goldmühlestraße 30. Die Ausstellung widmet sich der bislang
wenig sichtbaren Geschichte der Frauen im Kontext von Flucht, Vertreibung,
Migration und kulturellem Wandel.
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| 26.02.2026 | Pfarrer aus Teletschka Hajdu Laslo |
ich habe verstanden,
wie wichtig Ihnen die Renovierung dieser Kirche ist. Derzeit haben wir
in Teletschka mit der Sanierung der Kirchenfassade begonnen, anschließend
werden ähnliche Arbeiten auch in Sivac und Conoplja durchgeführt.
Sie sehen, wie viele Projekte und wie viele Gemeinden ich gleichzeitig
betreue. Ich nehme die Kirche in Kernei ebenfalls in diese Reihe auf.
Als ersten Schritt werde ich ein Angebot einholen und gemeinsam mit Ingenieuren den baulichen Zustand der Kirche begutachten. Was die Besichtigung der Kirche betrifft: Herr Boris Masic verfügt über meine Telefonnummer, sodass die Besucher über ihn mit mir Kontakt aufnehmen können. (Mobil: 00381 63 114 0900/ EMail:boris.masic123@gmail.com -> Dies bitte vor Reiseantritt erledigen) Mit dem "Verein der Donauschwaben" meinte ich die von Herrn Boris Masic geleitete Organisation. |
| 26.02.2026 | Pfarrer
aus Teletschka Hajdu Laslo |
..../Ich
habe persönlich mit Herrn Boris Masic gesprochen. Seinen Angaben
zufolge äußert sich die Diözese Subotica zu dieser Angelegenheit
bislang nicht klar. Auch ich habe die Frage mehrfach vorgebracht, erhielt
jedoch die Antwort, dass ich keine Stellung nehmen solle und die Sache
der Diözese überlassen müsse. Deshalb halte ich es im Moment
nicht für sinnvoll, weiter nachzufragen.
Gleichzeitig möchte ich betonen, dass der Verein der Donauschwaben (? ungeklärt) bereit wäre, das Eigentum an der Kirche zu übernehmen. Meiner Meinung nach sollte die katholische Kirche diese Initiative nicht behindern, da sie eine Möglichkeit bietet, das Gotteshaus und damit ein wichtiges Kulturerbe zu bewahren. Leider bin ich kein Mitglied des Beratergremiums des Bischofs und habe daher keine Entscheidungsbefugnis, doch ich werde alles daransetzen, die Angelegenheit zu unterstützen. Der bauliche Zustand der Kirche ist leider sehr schlecht. Die Schlüssel befinden sich bei mir, aber es wäre nicht ratsam, größere Gruppen hineinzulassen, da die Sicherheit nicht gewährleistet werden kann. Einzelne Besuche sind noch möglich, doch für größere Veranstaltungen besteht ein erhebliches Risiko. Bitte teilen Sie mir weiterhin die Vorstellungen der HOG Kernei mit. Ich versichere Ihnen, dass wir vor Ort alle Möglichkeiten prüfen werden, um unser gemeinsames Ziel zu erreichen. |
| 25.02.2026 | Boris Masic |
Vielen
lieben Dank. Es ist eine grossartige Untersuetzung. Herr Hajdu hat mich
gleich angerufen und gesagt das er sich wieder bei dem Bischof einsetzt.
Wir werden sehen jetzt ob sich etwas bewegt. Die Direktorin Branka hat
schon aufgegeben und hat mit der Renowierung und Umbau der Schule begonnen
aber die Arbeiten werden erst in Sommerferien stattfinden. Die Schule
hat wenig Räumlichkeiten und muss umgebaut sein. Wenn der Bischof
doch etwas antwortet können wir diese Mittel doch in das Pfarrhaus
inwestieren und nicht in die Schulvergrösserung. Wir werden jetzt
sehen was pasiert. Vielen Dank Helmut für deine Interwention.
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| 24.02.2026 | H.Schmidt -> Pfarrer Hajdu Laslo |
.../es
ist wieder viel Zeit vergangen und mich bzw. die Kerneier interessiert,
wie nun die Entwicklung mit dem Kirchengebäude bzw. Pfarrhaus plus
dazugehörigem (zerfallenen Bauernhof) weiter gegangen ist.
Boris Masic hat mir berichtet, dass Sie ihn in dieser Angelegenheit zum Bischof nach Subotica weitergeleitet haben. Dort soll ihm der Bischof geraten haben, 1 Million € für die Kirche zu sammeln, dann könnte man weiter über das Gelände sprechen. Da diese mich diese Information verwunderte, frage ich mich, warum man nicht die Kooperation mit der Schule in Kljajicevo, die sich um das Pfarrhaus bemühen möchte und Boris Masic, der sich um die Kirche bemühen möchte sucht. Boris Masic bemüht sich sehr und hat schon mit ungarischen Kirchenrenovierern Vorgespräche geführt. Wenn von bischöflicher Seite ein Kontrakt abgeschlossen wird, könnte ich mir vorstellen, dass auch die HOG einen größeren Betrag beitragen würde. Da Sie mein Vertrauen besitzen, würde ich Sie als Treuhänder einsetzen, um die ganze Angelegenheit finanziell zu steuern, damit Sie die durch die Renovierung anfallenden Materialkosten bezahlen könnten. Die HOG Kernei will - so wirklichkeitsfremd es sich für Sie anhören muss - diesen Ort der Kirche so lange wie möglich erhalten, damit die Angehörigen der Vertriebenen der früheren Einwohner, wenn sie an den Ort ihrer Vorfahren reisen wollen, einen Pilgerort (neben Doroszló) haben. In dem Kirchengebäude können Sie dann im Gebet mit Gott und Ihren Vorfahren vereint an ihre Wurzeln aus der Kerneier Zeit gedenken. Wäre dies nicht möglich, so wäre das wichtigste kulturgeschichtliche donauschwäbische kirchliche Erinnerungsstück verloren. Ich glaube, dann käme kaum noch jemand auf die Idee, nach Kernei/Kljajicevo zu fahren. Lassen Sie uns Ihre Interessen und unsere Wünsche gemeinsam überlegen und zusammentragen. Da dieses Jahr wieder die Anfragen an mich gestellt werden, ob man die Kirche besichtigen kann, wollte ich Sie höflichst fragen, ob die alte Regelung mit Herrn Pfarrer Arpard noch Bestand hat. Ist die Kirche schon so baufällig, dass sie aus Sicherheitsgründen nicht mehr zugänglich ist? Dies sollte ich dringend wissen, damit ich die häufig gestellte Frage richtig beantworten kann. |
| 23.02.2026 |
Boris Masic
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Wir
haben 2 Jahre gewartet und gehofft, dass die Kirche antwortet. Am Ende
bin ich zum Pfarrer nach Tschonoplja gegangen. Er hat mich wieder an die
bischofliche Kanzlei weitergeleitet. Dort haben wir eine Antwort bekommen
das wir 1 Milion € für die Kirchenrenovierung sammeln sollen
und das wir uns dann melden sollen. Das Pfarrhaus wird verkauft werden.
Ich wollte weiter mit dem Interesse der Schule versuchen aber die Direktorin
hat gesagt , dass wir uns nicht weiter erniedrigen lassen. Die Glocken
haben sie nach Dusnok Ungarn fur 6000 € verkauft. Ilegal über
die Grenze gebracht. (Bild: Große Glocke in Baja) Ich bin sehr enttäuscht.
Ich fühle mich wie der letzte Nagel im Sarg der Donauschwaben!
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| 16.02.2026 |
Einst in Kernei: Die Faschingszeit /H. Schmidt
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In
der Gemeinde Kernei wurde der Brauch des Faschings mit großer Freude
und Hingabe gepflegt. Vom Sonntag nach dem Fest der Heiligen Drei Könige
bis zum Faschingsdienstag durften die Menschen abends tanzen, und das
Tanzvergnügen hielt zahlreiche Familien zusammen. Die Faschingszeit
war nicht nur eine Zeit des Feierns, sondern auch der Verbindungen, denn
viele Hochzeiten fanden in dieser festlichen Periode statt, wobei der
Dienstag der beliebteste Hochzeitstag war, gefolgt vom Donnerstag.Das
ganze Jahr über wurde in den einladenden Gasthäusern der Ort
getanzt, es gab jedoch Zeiten, in denen die örtlichen Musik-kapellen
nicht ausreichten, um den Ansturm der tanzfreudigen Menschen zu bewältigen.
In solchen Momenten mussten zusätzliche Kapellen aus anderen Orten
gebeten werden, um die fröhliche Stimmung aufrecht-zuerhalten. In
früheren Tagen war es traditionell üblich, sich zu maskieren
und zu verkleiden, doch in den letzten Jahren geschah dies nur noch vereinzelt.Fasching
hatte für Groß und Klein einen besonderen Stellen-wert. Es
waren drei Tage voller Tanz, an denen sogar die Kinder in einem ausgeräumten
Zimmer zur Harmonika-Musik tanzen durften. Hier hatten die zukünftigen
Harmonikaspieler die Möglichkeit, die Lieder der Erwachsenen nachzu-spielen
und gleichzeitig für ihre Zukunft zu üben. Mit strahlenden Augen
und voller Enthusiasmus tanzten die Kinder im Kreis oder zu zweit, fröhlich
und unbeschwert. Dieser Tanz trug den passenden Namen "Dudasch",
dessen Ursprung in der ungarisch-slawischen Sprache lag. Der Name, oft
verwendet von den Donauschwaben, bedeutete so viel wie "Dudelsackspieler"
oder "Pfeifer".Der bunt geschmückte Raum verwandelte sich
in einen Schauplatz von Freude und Zusammenhalt. In der Mitte bildeten
die Kinder Hand in Hand einen großen Kreis, während ihre Faschingskostüme
hervor stachen. Sobald die Musik begann, bewegten sie sich gemeinsam -
erst langsam, dann immer schwungvoller. Ihre Hüte wippten, Tierohren
wackelten und Umhänge flatterten hinter ihnen her. Immer wieder lösten
sich einige aus dem Kreis, drehten sich lachend um die eigene Achse und
hüpften dann schnell wieder zurück. Das Lachen und die fröhlichen
Rufe hallten durch den Raum, untermalt vom rhythmischen Stampfen kleiner
Füße auf dem Boden. Papier-schnipsel schwebten durch die Luft,
und die Harmonika-Spieler heizten die Stimmung mit ihrer Musik weiter
an.Während des geselligen Treibens wurde auch für das leibliche
Wohl gesorgt. In der Faschingszeit gab es oft herzhafte Paprika-Kartoffelsuppe,
Schmalzküchle und Spritzgrapfen mit Sahne als Leckereien. Als es
schließlich Zeit war, nach Hause zu gehen, war der Abend noch lange
nicht zu Ende. Fröhlich zogen die Kinder, begleitet von ihren älteren
Geschwistern oder Nachbarkindern, durch die Gassen von Kernei, um ihre
Erlebnisse zu Hause zu erzählen. So lebte der Faschingsbrauch bei
den Kernei Einwohner in Ihren Familien zum Teil bis heute weiter, ein
Zeichen des Miteinanders, der Freude und des freiheitlichen Geistes, der
die Gemeinde über Generationen hinweg verband.
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| 2.1.2026 | Elisabeth Zweifel |
Es
war Neujahr, ein Tag voller Freude und Neuanfang. Die Kinder hatten sich
festlich gekleidet, mit funkelnden Augen und einem Lächeln auf den
Lippen. Sie waren aufgeregt, die Verwandten zu besuchen und ihnen alles
Gute für das neue Jahr zu wünschen. Bei jedem Haus, das sie
besuchten, hörte man bei Öl oder Kerzenlicht, die fröhlichen
Stimmen der Kinder, die voller Enthusiasmus ihre Neujahrswünsche
vortrugen. "Ich winsch Eich a glickliches Neues Jahr, langes Lewe,
Fried- un Ohnlich keit un die ewich Glickseelichkeit. Was winscht mr am
Herr? Zwa schwarzi Rappe, daß 'r fahre kann iwrs ganzi Land. Was
winscht mr dr Frau? A schneeweißi Haub, daß sie steht wie
a Turtlstaub. Was winscht mr am Knecht? A Plug in die Hand, daß
r ackrt iwrs ganzi Land. Was winscht mr am Mensch? A Bese in die Hand,
daß Sie kehrt iwrs ganzi Land. Un jetz winsch ich Eich noch a viereckichr
Tisch, an jedem Eck a gebackener Fisch, in dr iMitte a Flasch Wei', do
kennt'r alli dabei luschtich sei. Alles in allem winscha mir Eich der
Bode voll Korn, a Stall voll Viecher und a Keller voll Wei und damit könnt
ihr lustig sein. " Als Dank für die herzlichen Wünsche
erhielten die Kinder das Wünschgeld - kleine Geldbeträge, die
sie stolz in ihren Händen hielten.
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1.1.2026
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Helmut Schmidt
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Liebe
Kerneierinnen und Kerneier auf der ganzen Welt, mit dem Symbol unserer
traditionellen Neujahrsbrezel möchte ich Euch allen ein glückliches,
gesundes und frohes Jahr 2026 wünschen! Die Neujahrsbrezel steht
nicht nur für Genuss und Tradition, sondern auch für Gemeinschaft
und Zusammenhalt. Möge das neue Jahr Euch Freude bringen, voller
schöner Momente und glücklicher Begegnungen. Lassen wir die
Herausforderungen des vergangenen Jahres hinter uns und blicken optimistisch
in die Zukunft.In diesem Sinne: Lasst uns gemeinsam feiern, lachen und
die guten Dinge im Leben schätzen. Auf ein fantastisches Jahr 2026!
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