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2026
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Stand:1.1.2026
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14.4.2026 |
Boris Maic:
Wiederbelebung eines zum Untergang geglaubten Kirchengebäudes!

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Die Kerneier Kirche
erstrahlt zunächst innen bald wieder im neuen Glanz!
Bosis Masic berichtet:
Heute war ich mit einem Freund in der Kirche, und wir haben bereits
den Hauptaltar eingerichtet. Nächste Woche kümmern wir uns um
Ordnung, kehren gründlich aus und beseitigen die letzten Nutzungsspuren
der serbisch-orthodoxen. Aus Apatin bringe ich schöne Altartücher
mit. "Es ist wirklich eine sehr schöne Kirche! Dank des
engagierten Einsatzes der Helfer wird die Kerneier Kirche bald wieder
in ihrem alten Glanz erstrahlen und als Ort der Begegnung für die
Besucher donauschwäbischer Kirchenarchtektur sein. Wir freuen uns
auf die kommenden Fortschritte und laden alle Interessierten ein, diesen
besonderen Prozess mitzubegleiten und zu erleben, wie jetzt die unbenutze
Kirchen zu einer Museumskirche wird.
<-Zustand 23.4.2026
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| 09.04.2026 |
H. Schmidt ->
Wir schreiben das 81 Jahre nach der Flucht, Internierung und Vertreibung
aus Kernei!
Auf
der Ostseite schauen fünf Gesichter als Gefangene aus jener Zeit
der Hoffnungslosigkeit, die so viele Opfer forderte; aber ihre Gesichter
blicken auch hoffnungsvoll in die Zukunft. Sie stehen oder kauern stellvertretend
für die mehr als 1300 menschlichen Opfer, die die Gemeinde Kernei
zu beklagen hat.
Bild:
Denkmal in Kruschiwl (Serbien)
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Es ist kaum zu fassen,
wie schnell die Zeit vergeht. 81 Jahre sind vergangen seit jener dunklen
Periode, als viele Familien aus Kernei gewaltsam internierte und vertrieben
wurden. Noch immer hallen die Erinnerungen an Angst, Verlust und Ungewissheit
in den Herzen der noch lebenden Betroffenen und ihrer Nachkommen nach.
Die Internierung bedeutete für die Menschen aus Kernei nicht nur
den physischen Bruch mit ihrer Heimat, sondern auch einen tiefen Einschnitt
in ihr Leben und ihre Identität. Häuser wurden verlassen, Hab
und Gut zurückgelassen, und der Alltag wurde von Unsicherheit und
Trauma geprägt. Heute,
81 Jahre später, blicken wir zurück mit Respekt und Anteilnahme
für jene, die diese schweren Zeiten durchlebten. Ihre Geschichten
sind Zeugnisse von Mut, Durchhaltevermögen und der Sehnsucht nach
Frieden und Gerechtigkeit. Sie erinnern uns daran, wie wichtig es ist,
solche Ereignisse niemals zu vergessen damit sich Geschichte nicht
wiederholt. Leider sehen wir in anderen Regionen dieser Erde, dass sich
dies heute noch täglich wiederholt! Unser
Denkmal in Bruchhausen Ettlingen mahnt uns in Symbolen was die Kerneier/innen
Erlebnisgeneration hat zurücklassen müssen. Gleichzeitig mahnt
es uns Kerneier/innen, an diese Erinnerung das Erlebte, die Werte von
Menschlichkeit und Toleranz hochzuhalten Möge das Gedenken an die
Vergangenheit uns Kraft geben für eine bessere Zukunft. Aus diesem
Grund ist es empfehlenswert unser Denkmal zu besuchen um Mut und Kraft
auf zu tanken. 
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| 09.04.2026 |
H.Schmidt->
Zukünftige Nutzung der Kirche und des ehemaligen Pfarrhauses in KerneiKljajicevo |
Der Pfarrer László
Hajdú hat nun Boris Masic den Schlüssel für die Kirche
in Kernei übergeben. Wer zukünftig die Kirche besuchen möchte,
muss langfristig einen Termin mit Boris Masic vereinbaren, damit er den
Kircheninnenraum besichtigen kann. Herr Masic ist über seine Mobilnummer
(00381 63 114 0900), WhatsApp oder per E-Mail (boris.masic123@gmail.com)
erreichbar. Es wird darum gebeten, den Termin
mindestens eine Woche vor Reiseantritt zu vereinbaren. Mit
der Schlüsselübergabe übergibt der Pfarrer die weitere
Versorgung der Kirche an Boris Masic. Ein vertragliches Abkommen mit dem
Bischöflichen Ordinariat Subotica steht allerdings noch aus. Offen
ist derzeit auch die Zukunft des Pfarrhauses. Hinsichtlich der Schule
hat Boris Masic erklärt, dass das Interesse an einer weiteren Nutzung
durch das lange Hin und Her verloren gegangen sei. Die Schulleitung plane
inzwischen eigenständig neue Unterrichtsräume, sodass davon
auszugehen ist, dass das Schulhaus samt dem dazugehörigen Wirtschaftsteil
dem ehemaligen Bauernhof verkauft werden wird. Diese
Entwicklungen zeigen, dass sich in Kernei die Verwaltung und Nutzung von
Kirche und Schule verändern. Während die Kirche unter der Verantwortung
von Boris Masic angedacht ist, ist die bauliche Existenz des Pfarrhaus
durch einen möglichen Verkauf offen. Wie sich die Situation weiterentwickelt,
bleibt abzuwarten.
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| 02.04.2026 |
Aus der Erinnerung
an die Kerneier Zeit "Brauchtum am Gründonnerstag bis zum Ostersonntag
Kurzdarstellung"


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Am Gründonnerstag
nach dem Frühgottesdienst flogen die Glocken nach Rom,
so erzählte man den Kindern. Beim letzten Läuten sollten die
Kinder Bäume schütteln oder sich das Gesicht waschen, um Sommersprossen
zu verlieren. Zudem war es üblich, etwas Grünes zu essen. Seitdem
verstummten die Glocken und wurden durch eine große Ratsche im Kirchturm
und viele kleine Ratschen ersetzt. Regelmäßig wurden in den
Gassen Rätscher meist Ministranten eingesetzt,
die zur bestimmten Zeiten mit singender Stimme Gebote und Hinweise ausriefen.
Zur Mittagszeit am Gründonnerstag begann das Ratschen, begleitet
von den Rätsehern, die lautstark riefen: Das rätscht,
das rätscht zwölf Uhr! Abends und früh morgens setzten
sie mit geistlichen Aufforderungen zum Gebet ein, etwa mit Kniet
nieder und betet fünf Vaterunser! oder Ave Maria!.
Vor Beginn der Gottesdienste wurde mehrmals zum Kirchgang aufgerufen,
was alle 200 bis 300 Meter geschah.
Am Karfreitag war ein strenger Fasttag, an dem nur selbstgebackene
Brezen gegessen wurden. Gläubige besuchten das heilige Grab, dass
von den den Grabwächtern bewacht und im Raum dahinter installiert
war. In der Kirche, legten Geldspenden ab und nahmen an der Prozession
zum Kalvarienberg teil.
Am Karsamstagnachmittag fand die feierliche Auferstehungs-prozession
statt, die jährlich unterschiedliche Straßen durchquerte. Nach
der Feier endete die Fastenzeit. Die Kinder bereiteten gegen Abend die
Osternester vor.
Am Karsamstag zogen die Ratscher ein letztes Mal durchs Dorf, sammelten
Eier und Geld für ihre Arbeit und teilten die Gaben untereinander
auf.
Am Ostersonntag holten die Kinder unter 12 Jahren nach dem Mittagessen
traditionell ihr Binkl mit Oschtrsach ab ein besticktes
Tuch, gefüllt mit Nüssen, Äpfeln, Backpflaumen, Ostereiern
und anderen Leckereien. Buben erhielten dazu Lebzelterhasen, Mädchen
Lebzelterpuppen oder zum letzten Mal auch große Lebkuchenherzen
mit Spiegeln. Der Brauch des Wasserspritzens am Ostermontag aus Ungarn
war hier kaum verbreitet. Am Nachmittag fuhren die Bauern mit ihren Familien
auf Emaus aufs Feld, um die junge Saat zu besichtigen.
Diese Bräuche zeigen die reichhaltige Verbundenheit mit kirchlichen
Festen und bäuerlichem Leben in der Osterzeit. Ich wünsche allen
ein frohes und gesegnetes Osterfest! Möge diese Zeit voller Freude,
bunter Eier und sonniger Momente sein. Genießt die Ostertage im
Kreise Eurer Liebsten, lasst Euch von der Frühlingssonne wärmen
und startet mit neuer Energie in die kommenden Wochen. Frohe Ostern und
eine wunderbare Frühlingszeit!
Das heilige
Grab (KI Repro)
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| 23.3.2026 |
Buchempfehlung: Die
Michl Ein Leben in der Batschka
Herausgeber: Verein
Donauschwäbisches Kulturzentrum Salzburg,
Friedensstraße 14, 5020 Salzburg, Österreich
ISBN 978-3-200-06201-6
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Die Michl
ist ein berührendes und authentisches Zeitzeugnis, das das Leben
eines donauschwäbischen Tagelöhners aus der Batschka erzählt.
Verfasst von Johann März, entführt uns das Buch in das Dorf
Sentiwan, etwa Luftlinie 30 Kilometer von Kernei entfernt, wo die Geschichte
ihren Ausgang nimmt. Im Mittelpunkt steht Michl, dessen Lebensweg stellvertretend
für viele junge Männer jener Zeit steht. Die Erzählung
schildert nicht nur seinen harten Alltag und die Herausforderungen als
Tagelöhner, sondern webt auch die politischen Geschehnisse ein, die
das Leben in der Batschka maßgeblich beeinflussten. So bekommt der
Leser einen tiefen Einblick in die historischen Umbrüche und deren
Auswirkungen auf die einfache Bevölkerung. Johann März gelingt
es eindrucksvoll, persönliche Schicksale mit der großen Geschichte
zu verbinden und dabei eine Atmosphäre zu schaffen, die sowohl lebendig
als auch nachdenklich stimmt. Für alle, die Interesse an der Geschichte
der Donauschwaben, dem bäuerlichen Leben und den gesellschaftlichen
Veränderungen im 20. Jahrhundert haben, ist Die Michl
eine absolute Leseempfehlung. Ein Buch, das Geschichte greifbar und menschlich
macht.
"Gehscht in dr
Welt wu immer hin Gehscht dart, wu bal ke Leit mer sin, findscht noch
e paar, e Stuckr drei, Ich wett, e Schwob is aa dabei."
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| 21.03.2026 |
Anfrage
H.Schmidt -> Germeirat Kljajicevo, Milos Dikandic -> Boris Masic |
Gerade habe ich mit
dem Gemeinderat Milos Dikandicaus Kljajicevo über das offene Grab
auf dem Friedhof und Pfarrhaus und Kirche gechattet.
- Offenes Grab:
Er schrieb: /.... nachdem ich das Problem an das zuständige Unternehmen
weitergeleitet hatte, welches für die Behebung verantwortlich ist,
wurde mir mitgeteilt, dass dies sehr zeitnah erledigt wird. Seitdem
hatte ich keinen weiteren Kontakt, da ich davon ausgegangen bin, dass
das Problem bereits gelöst wurde.
Ich werde dies jedoch am Montag noch einmal überprüfen. .../
-> Borsis Masic hat bestätig, das das Grab verschlossen ist!
- Pfarrhaus und
Kirche Er schrieb: /... ich hoffe, dass Herr Maic und Herr
Laslo eine passende Lösung finden werden. Wir als lokale Gemeinschaft
stehen selbstverständlich bereit, um Unterstützung zu leisten.
,,,/ Das hört sich ja gut an!
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| 19.03.2026 |
Sterbefall
- Josef Elter Famliennummer: 703 |
Josef
Elter geb. am: 27-05-01960 Bruchhausen, gest: Baden-Baden am 23.02.2026
->aus Kernei, Vater war Elter Philipp, Großvater aus Kernei war
Elter Josef, Mittelgasse 54 |
| 16.03.2026 |
Sterbefall - Elisabeth Scherich Famliennummer: 1505 |
Elisabeth Scherich, geb.Schneider am: 11. 12. 1932 Kernei, Zwerchenreiche
51, gest.: Waibstadt am 01.11.2025 |
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16..03.2026
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Auszeichnung
für die liebe Familie Rottinger: Idee des Jahres 2026! Gestalterisch
sehr ansprechdes Reisegeschenk nach Kernei an den Vater.
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| 9.03.2026 |
Boris Masic Meldung:
Unsicherheit bezüglich der kleinen Glocke aus der Kirche in Kernei!

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Heute wurde die
Tür unserer Kirche durch den starken Wind aufgedrückt, und
ich habe bemerkt, dass die kleine Glocke dort zurückgeblieben ist.
Die Situation bereitet mir Sorgen, da ich fürchte, dass sie jemand
entwenden könnte. In Anbetracht dessen habe ich überlegt,
die Glocke ins Museum nach Apatin zu bringen, um sie dort sicher aufzubewahren.
Ich denke nicht daran, vorher um Erlaubnis zu fragen; mein Hauptanliegen
ist es, das wertvolle Stück zu schützen.
H. Sch. Ergänzend
möchte ich darauf hinweisen, dass Pfarrer Szabolcs Tomaskovity,
nach der Entnahme der großen Glocke, folgende Information getätigt
hat: ... während wir die kleinste Glocke dem Pfarrer László
Hajdú übergeben haben, der sie auf dem Friedhof von Telecka
aufstellen möchte..... Ich bin mir nun nicht sicher,
ob die kleine Glocke nun Teil des Handels war oder deren Übergabe
schlichtweg vergessen wurde?
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| 03.03.2026 |
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Bettina
Schröck->Einladung zur Eröffnungsfeier der Sonderausstellung
Ungehört die Geschichte der Frauen am 12.
März 2026, 17 Uhr im Haus der Donauschwaben, 71065 Sindelfingen,
Goldmühlestraße 30. Die Ausstellung widmet sich der bislang
wenig sichtbaren Geschichte der Frauen im Kontext von Flucht, Vertreibung,
Migration und kulturellem Wandel.
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| 26.02.2026 |
Pfarrer
aus Teletschka Hajdu Laslo |
ich habe verstanden,
wie wichtig Ihnen die Renovierung dieser Kirche ist. Derzeit haben wir
in Teletschka mit der Sanierung der Kirchenfassade begonnen, anschließend
werden ähnliche Arbeiten auch in Sivac und Conoplja durchgeführt.
Sie sehen, wie viele Projekte und wie viele Gemeinden ich gleichzeitig
betreue. Ich nehme die Kirche in Kernei ebenfalls in diese Reihe auf.
Als ersten Schritt werde ich ein Angebot einholen und gemeinsam mit Ingenieuren
den baulichen Zustand der Kirche begutachten.
Was die Besichtigung der Kirche betrifft: Herr
Boris Masic verfügt über meine Telefonnummer, sodass die Besucher
über ihn mit mir Kontakt aufnehmen können. (Mobil:
00381 63 114 0900/ EMail:boris.masic123@gmail.com ->
Dies bitte vor Reiseantritt erledigen)
Mit dem "Verein der Donauschwaben" meinte ich die von Herrn
Boris Masic geleitete Organisation.
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| 26.02.2026 |
Pfarrer
aus Teletschka Hajdu Laslo
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..../Ich
habe persönlich mit Herrn Boris Masic gesprochen. Seinen Angaben
zufolge äußert sich die Diözese Subotica zu dieser Angelegenheit
bislang nicht klar. Auch ich habe die Frage mehrfach vorgebracht, erhielt
jedoch die Antwort, dass ich keine Stellung nehmen solle und die Sache
der Diözese überlassen müsse. Deshalb halte ich es im Moment
nicht für sinnvoll, weiter nachzufragen.
Gleichzeitig möchte ich betonen, dass der Verein der Donauschwaben
(? ungeklärt) bereit wäre,
das Eigentum an der Kirche zu übernehmen. Meiner Meinung nach sollte
die katholische Kirche diese Initiative nicht behindern, da sie eine Möglichkeit
bietet, das Gotteshaus und damit ein wichtiges Kulturerbe zu bewahren.
Leider bin ich kein Mitglied des Beratergremiums des Bischofs und habe
daher keine Entscheidungsbefugnis, doch ich werde alles daransetzen, die
Angelegenheit zu unterstützen.
Der bauliche Zustand der Kirche ist leider sehr schlecht. Die Schlüssel
befinden sich bei mir, aber es wäre nicht ratsam, größere
Gruppen hineinzulassen, da die Sicherheit nicht gewährleistet werden
kann. Einzelne Besuche sind noch möglich, doch für größere
Veranstaltungen besteht ein erhebliches Risiko.
Bitte teilen Sie mir weiterhin die Vorstellungen der HOG Kernei mit. Ich
versichere Ihnen, dass wir vor Ort alle Möglichkeiten prüfen
werden, um unser gemeinsames Ziel zu erreichen.
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| 25.02.2026 |
Boris
Masic |
Vielen
lieben Dank. Es ist eine grossartige Untersuetzung. Herr Hajdu hat mich
gleich angerufen und gesagt das er sich wieder bei dem Bischof einsetzt.
Wir werden sehen jetzt ob sich etwas bewegt. Die Direktorin Branka hat
schon aufgegeben und hat mit der Renowierung und Umbau der Schule begonnen
aber die Arbeiten werden erst in Sommerferien stattfinden. Die Schule
hat wenig Räumlichkeiten und muss umgebaut sein. Wenn der Bischof
doch etwas antwortet können wir diese Mittel doch in das Pfarrhaus
inwestieren und nicht in die Schulvergrösserung. Wir werden jetzt
sehen was pasiert. Vielen Dank Helmut für deine Interwention.
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| 24.02.2026 |
H.Schmidt
-> Pfarrer Hajdu Laslo |
.../es
ist wieder viel Zeit vergangen und mich bzw. die Kerneier interessiert,
wie nun die Entwicklung mit dem Kirchengebäude bzw. Pfarrhaus plus
dazugehörigem (zerfallenen Bauernhof) weiter gegangen ist.
Boris Masic hat mir berichtet, dass Sie ihn in dieser Angelegenheit zum
Bischof nach Subotica weitergeleitet haben. Dort soll ihm der Bischof
geraten haben, 1 Million € für die Kirche zu sammeln, dann könnte
man weiter über das Gelände sprechen. Da diese mich diese Information
verwunderte, frage ich mich, warum man nicht die Kooperation mit der Schule
in Kljajicevo, die sich um das Pfarrhaus bemühen möchte und
Boris Masic, der sich um die Kirche bemühen möchte sucht. Boris
Masic bemüht sich sehr und hat schon mit ungarischen Kirchenrenovierern
Vorgespräche geführt. Wenn von bischöflicher Seite ein
Kontrakt abgeschlossen wird, könnte ich mir vorstellen, dass auch
die HOG einen größeren Betrag beitragen würde. Da Sie
mein Vertrauen besitzen, würde ich Sie als Treuhänder einsetzen,
um die ganze Angelegenheit finanziell zu steuern, damit Sie die durch
die Renovierung anfallenden Materialkosten bezahlen könnten. Die
HOG Kernei will - so wirklichkeitsfremd es sich für Sie anhören
muss - diesen Ort der Kirche so lange wie möglich erhalten, damit
die Angehörigen der Vertriebenen der früheren Einwohner, wenn
sie an den Ort ihrer Vorfahren reisen wollen, einen Pilgerort (neben Doroszló)
haben. In dem Kirchengebäude können Sie dann im Gebet mit Gott
und Ihren Vorfahren vereint an ihre Wurzeln aus der Kerneier Zeit gedenken.
Wäre dies nicht möglich, so wäre das wichtigste kulturgeschichtliche
donauschwäbische kirchliche Erinnerungsstück verloren. Ich glaube,
dann käme kaum noch jemand auf die Idee, nach Kernei/Kljajicevo zu
fahren. Lassen Sie uns Ihre Interessen und unsere Wünsche gemeinsam
überlegen und zusammentragen. Da dieses Jahr wieder die Anfragen
an mich gestellt werden, ob man die Kirche besichtigen kann, wollte ich
Sie höflichst fragen, ob die alte Regelung mit Herrn Pfarrer Arpard
noch Bestand hat. Ist die Kirche schon so baufällig, dass sie aus
Sicherheitsgründen nicht mehr zugänglich ist? Dies sollte ich
dringend wissen, damit ich die häufig gestellte Frage richtig beantworten
kann.
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| 23.02.2026 |
Boris Masic

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Wir
haben 2 Jahre gewartet und gehofft, dass die Kirche antwortet. Am Ende
bin ich zum Pfarrer nach Tschonoplja gegangen. Er hat mich wieder an die
bischofliche Kanzlei weitergeleitet. Dort haben wir eine Antwort bekommen
das wir 1 Milion € für die Kirchenrenovierung sammeln sollen
und das wir uns dann melden sollen. Das Pfarrhaus wird verkauft werden.
Ich wollte weiter mit dem Interesse der Schule versuchen aber die Direktorin
hat gesagt , dass wir uns nicht weiter erniedrigen lassen. Die Glocken
haben sie nach Dusnok Ungarn fur 6000 € verkauft. Ilegal über
die Grenze gebracht. (Bild: Große Glocke in Baja) Ich bin sehr enttäuscht.
Ich fühle mich wie der letzte Nagel im Sarg der Donauschwaben!
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| 16.02.2026 |
Einst in Kernei: Die
Faschingszeit /H.
Schmidt

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In
der Gemeinde Kernei wurde der Brauch des Faschings mit großer Freude
und Hingabe gepflegt. Vom Sonntag nach dem Fest der Heiligen Drei Könige
bis zum Faschingsdienstag durften die Menschen abends tanzen, und das
Tanzvergnügen hielt zahlreiche Familien zusammen. Die Faschingszeit
war nicht nur eine Zeit des Feierns, sondern auch der Verbindungen, denn
viele Hochzeiten fanden in dieser festlichen Periode statt, wobei der
Dienstag der beliebteste Hochzeitstag war, gefolgt vom Donnerstag.Das
ganze Jahr über wurde in den einladenden Gasthäusern der Ort
getanzt, es gab jedoch Zeiten, in denen die örtlichen Musik-kapellen
nicht ausreichten, um den Ansturm der tanzfreudigen Menschen zu bewältigen.
In solchen Momenten mussten zusätzliche Kapellen aus anderen Orten
gebeten werden, um die fröhliche Stimmung aufrecht-zuerhalten. In
früheren Tagen war es traditionell üblich, sich zu maskieren
und zu verkleiden, doch in den letzten Jahren geschah dies nur noch vereinzelt.Fasching
hatte für Groß und Klein einen besonderen Stellen-wert. Es
waren drei Tage voller Tanz, an denen sogar die Kinder in einem ausgeräumten
Zimmer zur Harmonika-Musik tanzen durften. Hier hatten die zukünftigen
Harmonikaspieler die Möglichkeit, die Lieder der Erwachsenen nachzu-spielen
und gleichzeitig für ihre Zukunft zu üben. Mit strahlenden Augen
und voller Enthusiasmus tanzten die Kinder im Kreis oder zu zweit, fröhlich
und unbeschwert. Dieser Tanz trug den passenden Namen "Dudasch",
dessen Ursprung in der ungarisch-slawischen Sprache lag. Der Name, oft
verwendet von den Donauschwaben, bedeutete so viel wie "Dudelsackspieler"
oder "Pfeifer".Der bunt geschmückte Raum verwandelte sich
in einen Schauplatz von Freude und Zusammenhalt. In der Mitte bildeten
die Kinder Hand in Hand einen großen Kreis, während ihre Faschingskostüme
hervor stachen. Sobald die Musik begann, bewegten sie sich gemeinsam -
erst langsam, dann immer schwungvoller. Ihre Hüte wippten, Tierohren
wackelten und Umhänge flatterten hinter ihnen her. Immer wieder lösten
sich einige aus dem Kreis, drehten sich lachend um die eigene Achse und
hüpften dann schnell wieder zurück. Das Lachen und die fröhlichen
Rufe hallten durch den Raum, untermalt vom rhythmischen Stampfen kleiner
Füße auf dem Boden. Papier-schnipsel schwebten durch die Luft,
und die Harmonika-Spieler heizten die Stimmung mit ihrer Musik weiter
an.Während des geselligen Treibens wurde auch für das leibliche
Wohl gesorgt. In der Faschingszeit gab es oft herzhafte Paprika-Kartoffelsuppe,
Schmalzküchle und Spritzgrapfen mit Sahne als Leckereien. Als es
schließlich Zeit war, nach Hause zu gehen, war der Abend noch lange
nicht zu Ende. Fröhlich zogen die Kinder, begleitet von ihren älteren
Geschwistern oder Nachbarkindern, durch die Gassen von Kernei, um ihre
Erlebnisse zu Hause zu erzählen. So lebte der Faschingsbrauch bei
den Kernei Einwohner in Ihren Familien zum Teil bis heute weiter, ein
Zeichen des Miteinanders, der Freude und des freiheitlichen Geistes, der
die Gemeinde über Generationen hinweg verband.
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| 2.1.2026 |
Elisabeth
Zweifel |
Es
war Neujahr, ein Tag voller Freude und Neuanfang. Die Kinder hatten sich
festlich gekleidet, mit funkelnden Augen und einem Lächeln auf den
Lippen. Sie waren aufgeregt, die Verwandten zu besuchen und ihnen alles
Gute für das neue Jahr zu wünschen. Bei jedem Haus, das sie
besuchten, hörte man bei Öl oder Kerzenlicht, die fröhlichen
Stimmen der Kinder, die voller Enthusiasmus ihre Neujahrswünsche
vortrugen. "Ich winsch Eich a glickliches Neues Jahr, langes Lewe,
Fried- un Ohnlich keit un die ewich Glickseelichkeit. Was winscht mr am
Herr? Zwa schwarzi Rappe, daß 'r fahre kann iwrs ganzi Land. Was
winscht mr dr Frau? A schneeweißi Haub, daß sie steht wie
a Turtlstaub. Was winscht mr am Knecht? A Plug in die Hand, daß
r ackrt iwrs ganzi Land. Was winscht mr am Mensch? A Bese in die Hand,
daß Sie kehrt iwrs ganzi Land. Un jetz winsch ich Eich noch a viereckichr
Tisch, an jedem Eck a gebackener Fisch, in dr iMitte a Flasch Wei', do
kennt'r alli dabei luschtich sei. Alles in allem winscha mir Eich der
Bode voll Korn, a Stall voll Viecher und a Keller voll Wei und damit könnt
ihr lustig sein. " Als Dank für die herzlichen Wünsche
erhielten die Kinder das Wünschgeld - kleine Geldbeträge, die
sie stolz in ihren Händen hielten.
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1.1.2026
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Helmut Schmidt

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Liebe
Kerneierinnen und Kerneier auf der ganzen Welt, mit dem Symbol unserer
traditionellen Neujahrsbrezel möchte ich Euch allen ein glückliches,
gesundes und frohes Jahr 2026 wünschen! Die Neujahrsbrezel steht
nicht nur für Genuss und Tradition, sondern auch für Gemeinschaft
und Zusammenhalt. Möge das neue Jahr Euch Freude bringen, voller
schöner Momente und glücklicher Begegnungen. Lassen wir die
Herausforderungen des vergangenen Jahres hinter uns und blicken optimistisch
in die Zukunft.In diesem Sinne: Lasst uns gemeinsam feiern, lachen und
die guten Dinge im Leben schätzen. Auf ein fantastisches Jahr 2026!
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