Die Geschichte der Gemeinde Bruchhausen von Franz Kühn, Bürgermeister

Bruchhausen entstand auf einer angeschwemmten Kiesinsel der Murg-Kinzigrinne in der Ober-rheinischen Tiefebene. Rings um die Insel blieb der Sumpf, der immer mehr austrocknete. Dieses Umland nennt man das Bruch. Also hat Bruchhausen nichts mit "Bruch" im negativen Sinne zu tun. Bruchhausen entstand unter dem Namen Luitfriedsweiler nach dem Dorfherrn und wurde ur-kundlich 1102 erstmals erwähnt. Als Bruchhüser taucht Bruchhausen imjahr1367auf, das war eine Zeit, in welcher die Besitzer und Dorfherren die Markgrafen von Baden waren.

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Später gehörten dann die drei Orte Bruchhausen, Ettlingenweier und Oberweier als eine Gemeinde zu-sammen. Das muss um die Zeit 1404 gewesen sein, da ein Zinsbuch aus diesem Jahr erwähnt, dass die drei Weiler bei Ettlingen ein Ding seien. Gemeinsam wurde die Verwaltung, die Gemarkung und die Steuer-verwaltung geführt. Am 10.8.1821 wurde die Gemarkung aufgeteilt und wenn man die heutigen Grenzen be-trachtet, kamen die Bruchhauser etwas stiefmütterlicher weg bei der Vertei-lung der Masse dieser Erbenge-meinschaft. Am 15.12.1837 wurde dann der Marktgenossen-schaftswald aufgeteilt. Bei dieser Aufteilung 1821 hatte jede Gemeinde einen Gerichtsmann zu stellen. Diese hatten die Aufgabe, die Bürgermeister-wahlen für jede Gemeinde vorzubereiten. Es ist daher anzunehmen, dass ab dem Jahre 1822 die Gemein-den ihre eigenen Bürgermeister hat-ten. Anhand der Akten der Gemeinde Bruchhausen lässt sich feststel-len, dass der erste Bürger-meister Günt geheißen hat.Bruchhausen hatte sicher am schwersten zu käm-pfen, da es mitten im Bruch, also im Sumpfge-lände, lag. Es behauptete sich aber und erbaute 1828 das erste Schulhaus, in weichem auch das erste Rathaus untergebracht war. Kirchlich gehörte Bruchhausen nach wie vor zu Ettlingenweier. 1541 erstellten sich die Bruchhauser einen Bildstock an der heutigen Hauptstraße. Hier war der erste Versammlungsort der Gemeindemitglieder zum Gebet, und sicher trafen sich hier auch die Bürger bei festlichen Veranstaltungen. Die unweit vom Bildstock stehende, heute evan-gelische Kapelle, wurde 1778 von der Gemeinde mit Unterstützung des Markgrafen Karl?Friedrich von Ba-den erbaut und diente den Katholiken als Gotteshaus bis zum Jahre 1952/53. Danach wurde die Kapelle der evangelischen Kirchengemeinde Bruchhausen übereignet. Durch die nicht sehr güns-tigen Boden-qualitäten wuchs Bruchhausen nur sehr zögernd. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrie-ges im Jahre 1939 zählte die Gemeinde 995 Seelen. Nach dem unseligen Krieg kamen viele Hei-matvertriebene in unser Dorf, die sich aber sehr bald eingelebt hatten und als Bruchhauser fühl-ten. Am 31.12.1958 hatte Bruchhausen 1.498 Einwohner. Durch die Erschließung von Bauland und einer weitsichtigen Planung konnte sich die Gemeinde zu einem Ort des ruhigen Wohnens und einer vielfältigen Kleinindustrie entfalten. Im Jahre 1982 leben hier in Bruchhausen rund 5.300 Einwohner.

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